Allgemeine Informationen zur Gruppentherapie
An wen richtet sich das Gruppenangebot?
Das Angebot richtet sich an privatversicherte, beihilfeberechtigte und selbstzahlende Patient:innen.
Der Rahmen
Die Gruppe startet voraussichtlich ab dem 01.10.2025 und wird 1 x wöchentlich stattfinden. Angesetzt ist die Gruppensitzung in den Abendstunden ab 18 Uhr und dauert 100 Minuten. An der Gruppe werden 6-9 Patient:innen und 2 leitende Gruppentherapeutinnen teilnehmen.
Kosten
Die Rechnungsstellung erfolgt auf Grundlage der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeut:innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen (GOP/GOÄ). Gruppentherapie (100 min) 134,06 € pro Patient:in
Was ist eine tiefenpsychologisch ausgerichtete Gruppentherapie?
In einer tiefenpsychologischen Gruppentherapie findet die Behandlung in einer Gruppe statt. Sie ist als effektive Methode anerkannt und gleichzusetzen mit der Behandlung im Einzelsetting. Die Sitzungen können von den Patient:innen genutzt werden, um die eigenen sozialen Fertigkeiten zu stärken, sich eigener unbewusster Anteile bewusst zu werden oder durch Rückmeldungen anderer Teilnehmenden an der Dissonanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung zu arbeiten. Auch können von den einzelnen Teilnehmenden eigene Themen eingebracht werden, welche durch die Gruppe bearbeitet werden (z.B. Selbstwertprobleme, Kommunikation eigener Bedürfnisse, Unsicherheiten in zwischenmenschlichen Beziehungen oder der Umgang mit Gefühlen der Traurigkeit, Wut oder Angst).
Ablauf der Gruppentherapie
Die tiefenpsychologische Gruppentherapie findet mit 6-9 Patient:innen und 2 Psychotherapeutinnen als gemischte Gruppe statt. Die Gruppe wird als „gemischt“ bezeichnet, da hier Menschen mit verschiedenen Störungsbildern und Symptomen zusammenarbeiten.
Die Gruppe ist halboffen. Dies bedeutet, dass die Gruppenzusammensetzung konstant bleibt. Wenn einzelne Gruppenmitglieder die Therapie beenden, wird der Platz nachbesetzt.
Die Gruppensitzungen finden 1x wöchentlich für 100 Minuten zu einem festen Termin statt. Eine regelmäßige Teilnahme ist eine wichtige Voraussetzung. Die Teilnahme findet meistens im Rahmen einer Langzeitbehandlung statt (60-80 Sitzungen). Die Behandlung ist auch als Kombinationsbehandlung möglich, in welcher ergänzend auch Einzelgespräche wahrgenommen werden können.
Der Einstieg in eine Gruppentherapie
Vor dem Einstieg in die Gruppentherapie findet ein erstes Kennenlernen im Rahmen der probatorischen Sitzungen statt. Hierfür werden zunächst 4 Gespräche im Einzelsetting geführt. In den Gesprächen nehmen wir uns Zeit, Ihre Symptomatik und Lebenssituation zu besprechen und erste Therapieziele festzulegen. Natürlich nehmen wir uns auch Zeit für Ihre Fragen und Wünsche.
Der Start in der Gruppe
Der Start in einer Gruppe ist eine der schwierigsten Phasen. Viele Patient:innen haben zunächst Vorbehalte und Ängste, die eigenen Themen und Sorgen in der Gruppe zu teilen. Ob die Gruppentherapie „etwas für einen ist", kann meistens erst nach einer ersten Eingewöhnungsphase beurteilt werden. Deswegen ist die Voraussetzung für die Teilnahme an diesem gruppentherapeutischen Angebot, dass Sie sich verpflichten, mindestens an 10 Sitzungen teilzunehmen. Dies ist auch besonders wichtig für die anderen Teilnehmenden, damit sich eine gewisse Kontinuität einstellt. In den meisten Fällen lässt im Verlauf die Unsicherheit nach und viele Patient:innen können den therapeutischen Rahmen der Gruppe gut für sich nutzen und davon profitieren.
Wirkweise der Gruppentherapie
Wir Menschen bewegen uns in sozialen Gefügen. Unsere Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, aber auch seelische Probleme und Störungen entwickeln sich im Zusammenhang mit unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir werden beeinflusst und geformt durch Erfahrungen mit unserer Familie, unseren Freunden, aber auch durch Interaktionen am Arbeitsplatz, in der Schule und in der Gesellschaft.
So wie unsere Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen können, zeigen sie sich auch in diesen. Häufig berichten Menschen, welche psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, von Problemen in sozialen Situationen.
Die Gruppe stellt hierbei einen geschützten Raum zur Verfügung, wo sich Schwierigkeiten zeigen dürfen und besprechbar werden. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden wird eine Art „Übungsraum" kreiert, in welchem sich authentisch begegnet und die eigene Beziehung zu anderen erforscht werden kann.
Die Gruppe ist gekennzeichnet durch freie Interaktion und dem natürlichen Entstehen dynamischer Prozesse. Durch dieses Vorgehen wird es auch möglich, unbewusste eigene Anteile bewusst und besprechbar zu machen. Den Schwerpunkt der Gruppe stellt der Austausch im „Hier und Jetzt" dar, indem die eigenen Gedanken und Gefühle frei mitgeteilt werden dürfen.